1. German Masters (Elite)
 
 

DM-Ticket und Erste WM-Qualifikationspunkte


Beim ersten bundesdeutschen Vergleich fuhren Stefanie Dietrich und Robert Schmidt vom RSV Schleißheim wichtige Qualifikationspunkte auf dem Kunstrad ein. Das 1. Turnier der 3teiligen German-Masters-Serie konnte als Einstieg in die Erwachsenenklasse für die Beiden gar nicht besser laufen: gleich auf Anhieb Rang 2 hinter den amtierenden Weltmeistern! Ausgehend vom 4. Startplatz brachten sie ihr Programm in der vorgeschriebenen Zeit mit 137,29 Punkten sehr gut durch. Zu diesem Zeitpunkt waren die letztjährigen WM-Dritten Rauch/Breitenbach schon mit deutlichem Abstand geschlagen. Es folgten die Junioren-Europameister von 2014 Schefold/Hanselmann, die beim Wechsel von 2 auf ein Rad jedoch um 4 Punkte zurück lagen, was sie auch nicht mehr wettmachen konnten (Rang 3). Die Geschwister Bassmann, die letztes Jahr nur denkbar knapp einen der beiden WM-Startplätze verpassten, wurden schon als Mitfavoriten gehandelt, hatten sie doch mit fast 12 Punkten einen komfortablen Startvorsprung. Bis kurz vor Schluss ihrer Darbietung sah es auch ganz danach aus als würde die Prognose aufgehen. Doch leider klappte der Übergang vom Lenkersitzsteiger zum Steuerrohrsteiger mit Schulterstand nicht wie vorgesehen. Nach dem unvermeidlichen Sturz waren plötzlich 20 Punkte weg und die ausgefahrenen 121,28 Punkte reichten nicht einmal mehr für einen Start beim abendlichen Finale der besten Drei. Doch auch bei den amtierenden Weltmeistern als letzte Starter in dieser Klasse ging 10 Sekunden vor Schluss noch etwas schief: Obermann Benedikt Bugner musste die Schultern seines Bruders André verlassen und fand sich unfreiwillig auf dem Boden wieder. Mit fast 20 Punkten Abstand entschieden die 2-fachen Europa- und Weltmeister dennoch die Konkurrenz klar für sich, was ihre Ausnahmestellung nur unterstreicht. Beim abendlichen Finale mussten Dietrich/Schmidt dann als Erste vorlegen und lieferten nervenstark mit 136,37 Punkten eine weitere solide Wertung ab, sehr zur Freude von Trainer Michael Grädler. Bei den nachfolgenden Schefold/Hanselmann lief es nicht ganz so gut. Hanselmann musste seinen Handstand leider abbrechen, sodass am Ende mit 124,10 Punkten vermutlich das Streichergebnis der Masters-Serie auf der Anzeigentafel stand. Dafür hatten die Bugner-Brüder aus Rheinland-Pfalz ihren Sturz vom Vorlauf gut verkraftet und näherten sich in gewohnter Sicherheit mit 164,27 ausgefahrenen Punkten ihrem eigenen Weltrekord (168,68). Als Fazit des Tages blieb festzuhalten: Mit den beiden 2. Plätzen lösten die Oberschleißheimer Sportler bereits jetzt ihre Fahrkarte für die Deutschen Meisterschaften Mitte Oktober im nordrheinwestfälischen Lübbecke und schufen einen hervorragenden Ausgangspunkt für die Mission Weltmeisterschaft in Malaysia Ende November, wo zwei deutsche Paare an den Start gehen dürfen.