Pia Seidel/Lea Andexlinger - verteidigen Titel

Deutsche Kunstradmeisterinnen



Nach 2012 wurden Pia Seidel und Lea Andexlinger erneut Deutsche Schüler-Meisterinnen im Kunstradfahren. "Hurra wir fahren nach Berlin" hieß es 2009 als Sie sich als jüngstes Paar erstmals für die nationalen Titelkämpfe qualifizierten. Dass sie sich damals eher im weiteren Mittelfeld platzierten, störte die Freude in keiner Weise. Nach 4 Jahren hatte sich nun der Spandauer Radsportverein erneut um die Austragung der Schülermeisterschaft beworben. Berlin war damals und blieb auch diesmal etwas besonderes: Schleißheim kehrte als Titelverteidiger zurück. Die Mädels ließen sich keine Nervosität anmerken. Souverän legten sie als letzte Starterinnen ihr Programm aufs Parkett. War es letztes Jahr noch eine sehr enge Entscheidung zwischen den einzelnen Podestplätzen, so hatten Seidel/Andexlinger dieses Mal einen beruhigenden Vorsprung von 12 Punkten, den sie mit ausgefahrenen 88,34 Punkten noch deutlich ausbauen konnten. Mit dieser super Leistung blieben sie nur 0,5 Punkte hinter dem derzeitigen Deutschen Rekord zurück, aufgestellt 2010 von den jetzigen Europameistern Fröschle/Stapf vom RKV Denkendorf. In den vergangenen Jahren lag das Augenmerk von Trainer Michael Grädler auf der persönlichen Entwicklung des Einzelsportlers, sodass die beiden Sportlerinnen des RSV Schleißheim auch in der Einer-Disziplin zu den Top10 in Deutschland zählen. Mit zwei fast identischen Küren waren sie auch hier auf Medaillenkurs. Leider machte bei beiden ein Sturz beim Standsteiger, was sie sicher nicht abgesprochen hatten, diesen Traum ein paar Sekunden vor Ende der Fahrzeit zunichte. Am Schluss stand ein hervorragender 5. Platz von Lea Andexlinger (99,69 Punkte) und ein ebenso herausragender 6. Platz von Pia Seidel (98,46 Punkte) auf der Anzeigetafel. Wie die Beiden hatten sich Alexander Brandl und Eyleen Schmidt hier in Berlin zum Ersten Mal zu den Deutschen Titelkämpfen qualifiziert. Auch sie machten ihre Sache in der Klasse 2er Kunstfahren Schüler offen sehr gut. Brandl/Schmidt meisterten die Herausforderung trotz verständlicher Aufregung mit 43,22 ausgefahrenen Punkten scheinbar unbeeindruckt und dem sehr beachtlichen 6. Rang. Sie hielten damit ihre Platzierung aus der Startaufstellung, was bei diesem Turnier keine Selbstverständlichkeit ist. In den 5 Minuten Darbietung vor den kritischen Augen der Kampfrichter hochkonzentriert seine Leistung abzufragen gelang bei weitem nicht jeden. Mancher fand sich am Ende 5 oder auch 10 Plätze "abgerutscht". Nationale Titelkämpfe haben eben doch ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten.